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Zitronenmelisse
Stimmungsbild, kein Foto aus dem Garten

Feld 2 · Heilpflanzen und Teekräuter

Zitronenmelisse

Melissa officinalis L. · Lippenblütler (Lamiaceae)

Die Zitronenmelisse duftet beim leisesten Berühren nach Zitrone. Sie stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum und wächst seit Jahrhunderten in Klostergärten. Ihr Name kommt vom griechischen Wort für Honigbiene.

AnfassenJa
ErntenJa
EssenJa

Erkennen

  • Blatt: Weich, hellgrün, herzförmig mit gekerbtem Rand und stark eingesenkten Nerven. Kreuzgegenständig angeordnet.
  • Blüte: Klein, weißlich bis blassgelb, später oft rosa überlaufen. In lockeren Scheinquirlen in den Blattachseln.
  • Wuchs: Aufrecht und buschig, im Alter breit auseinanderfallend. Bildet feste Horste.
  • Duft: Frisch zitronig, mild. Nach der Blüte lässt der Duft deutlich nach.

Verwechslung: Ohne Blüte ähnlich der Weißen Taubnessel oder der Katzenminze – beide sind harmlos. Der Zitronenduft ist das sichere Kennzeichen der Melisse.

Steckbrief

Lebensform
Ausdauernde Staude
Höhe
40 bis 90 cm
Blütezeit
Juni – August
Familie
Lippenblütler (Lamiaceae)
Wichtig: Klassisches Teekraut, gut verträglich – Blätter können bedenkenlos frisch gepflückt und verwendet werden.

Verwendung

In der Küche

  • Frische Blätter zu Obstsalat, Quark und Desserts
  • In Wasserkaraffen und Limonade
  • Immer frisch verwenden, getrocknet verliert sie stark

Als Tee

  • Frische Blätter als Aufguss, zugedeckt ziehen lassen
  • Ernte vor der Blüte an einem trockenen Vormittag
  • Rasch und schattig trocknen, sonst wird der Tee heuartig

Heilkunde Traditionell verwendet

Traditionelle Anwendung: Bei Unruhe, Einschlafproblemen, leichten Verdauungsbeschwerden.

Wissenschaftlich belegt: EU-Monographie als traditionelles Arzneimittel bei leichten Stresssymptomen, zur Einschlafhilfe und bei leichten Magen-Darm-Beschwerden.

Vorsicht: Bei Schilddrüsenerkrankungen ärztlich abklären. Nicht zur Selbstbehandlung anhaltender Beschwerden.

Teil, Sammelzeit und Zubereitungen

Die Angaben dienen der Information des Gartenteams. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Bei Beschwerden, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten bitte ärztlich abklären. Verwende nur Pflanzen, die du eindeutig bestimmt hast.

Für Insekten

Die kleinen Blüten sind stark frequentiert von Honigbienen und Wildbienen – daher der Name Bienenkraut.

Duft

Frisch zitronig, besonders stark vor der Blüte.

Pflege

Standort

  • Sonnig bis halbschattig
  • Warm und geschützt
  • Verträgt lichten Schatten unter Obstbäumen

Boden

  • Locker, humos, durchlässig
  • Nährstoffreich
  • Keine Staunässe

Wasser

  • Mäßig, gleichmäßig feucht
  • In Trockenphasen gießen, sonst werden die Blätter hart

Düngung

  • Kompost im Frühjahr genügt
  • Keine hohe Stickstoffdüngung

Winter

  • Winterhart bis etwa minus 20 Grad
  • Zieht im Winter ein
  • Junge Pflanzen im ersten Winter mit Laub abdecken

Rückschnitt

  • Erster Schnitt kurz vor der Blüte, meist im Juni
  • Zweiter Schnitt im August möglich
  • Reste im Frühjahr entfernen, nicht im Herbst
  • Rückschnitt auf etwa 10 cm wird gut vertragen und bringt frisches Laub
  • Nach der Blüte kräftig zurückschneiden verhindert die Selbstaussaat

Im Jahreslauf

Austrieb
April
Blüte
Juni bis August
Ernte
Mai bis August
Rückschnitt
März, Juni und August
Gießen
Juni bis August

Gut zu wissen

  • Der Gattungsname Melissa kommt vom griechischen "melissa" für Honigbiene
  • Seit dem Mittelalter fester Bestandteil der Klostergärten
  • Bekannt als Grundstoff des Melissengeists

Im Garten in Wiesenfeld

Zitronenmelisse wächst im Kräutergarten an der Johanniterkirche (Feld 2 · Heilpflanzen und Teekräuter). In der App siehst du auf dem Lageplan, wo genau – auch ohne Netz im Garten.

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