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Süßdolde
Stimmungsbild, kein Foto aus dem Garten

Feld 1 · Küchenkräuter und Heilpflanzen

Süßdolde

Myrrhis odorata (L.) Scop. · Doldenblütler (Apiaceae)

Aromatisches Würz- und Heilkraut mit anisartigem Duft. Blätter, Blüten und Samen küchen- und heilkundlich vielseitig nutzbar. Eine wertvolle Bereicherung für den Kräutergarten und eine gute Nektarquelle für Insekten.

AnfassenJa
ErntenJa
EssenJa

Erkennen

  • Blatt: Große, fein gefiederte, hellgrüne Blätter mit ausgeprägtem Anisduft.
  • Blüte: Kleine weiße Blüten in großen Doppeldolden.
  • Wuchs: Aufrechter, buschiger Wuchs bis etwa 1–1,5 m Höhe.
  • Samen: Lange, dunkelbraune bis schwarze, schmale Samen.

Verwechslung: Kann mit anderen Doldenblütlern verwechselt werden. Der ausgeprägte Anisduft der Blätter und Samen ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal.

Steckbrief

Lebensform
Aromatisches, mehrjähriges Würz- und Heilkraut
Höhe
1–1,5 m
Blütezeit
Mai – Juli
Familie
Doldenblütler (Apiaceae)
Wichtig: Blätter, Blüten und die grünen Samen sind essbar und schmecken nach Anis – wichtig ist nur, dass man wirklich die Süßdolde vor sich hat, denn der stark giftige Gefleckte Schierling sieht ähnlich aus (Süßdolde riecht deutlich nach Anis, Schierling unangenehm nach Mäusen).

Verwendung

In der Küche

  • Junge Blätter für Salate, Kräuterquark und Gemüsegerichte.
  • Blüten als essbare Dekoration.
  • Samen zum Würzen von Desserts, Kompott und Gebäck.
  • Die süßlich schmeckenden Blätter können den Zuckerbedarf in Speisen teilweise verringern.

Als Tee

  • Blätter und Samen werden traditionell als Kräutertee verwendet.

Heilkunde Traditionell verwendet

Traditionelle Anwendung: Zur Unterstützung der Verdauung und bei Husten.

Was die Forschung sagt: Keine allgemein anerkannte medizinische Anwendung.

Vorsicht: Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Doldenblütlern außerhalb des Gartens. Nur Pflanzen aus dem eindeutig beschilderten Beet verwenden.

Teil, Sammelzeit und Zubereitungen

Die Angaben dienen der Information des Gartenteams. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Bei Beschwerden, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten bitte ärztlich abklären. Verwende nur Pflanzen, die du eindeutig bestimmt hast.

Für Insekten

Die Blüten werden von Wildbienen, Schwebfliegen und weiteren bestäubenden Insekten besucht.

Duft

Blätter und Samen besitzen einen ausgeprägten Anisduft.

Pflege

Standort

  • Sonnig bis halbschattig.
  • Bevorzugt einen kühlen Standort.

Boden

  • Humos
  • Tiefgründig
  • Nährstoffreich
  • Gleichmäßig frisch bis feucht
  • Gut durchlässig

Wasser

  • Mittel.
  • Boden möglichst gleichmäßig feucht halten.
  • Längere Trockenheit vermeiden.

Düngung

  • Im Frühjahr etwas Kompost einarbeiten.
  • Weitere Düngung meist nicht erforderlich.

Winter

  • Winterhart.
  • Die oberirdischen Pflanzenteile ziehen im Herbst ein und treiben im Frühjahr erneut aus.

Rückschnitt

  • Während der Ernte.
  • Nach der Samenreife oder im Herbst.
  • Blätter und Blütenstängel nach Bedarf ernten.
  • Abgestorbene Pflanzenteile bodennah entfernen.

Im Jahreslauf

Austrieb
März und April
Blüte
Mai bis Juli
Ernte
April bis September
Rückschnitt
Juni bis Oktober
Gießen
April bis Oktober

Gut zu wissen

  • Alle oberirdischen Pflanzenteile duften und schmecken deutlich nach Anis.
  • Die Samen verlieren nach dem Trocknen rasch ihre Keimfähigkeit und sollten möglichst frisch ausgesät werden.

Im Garten in Wiesenfeld

Süßdolde wächst im Kräutergarten an der Johanniterkirche (Feld 1 · Küchenkräuter und Heilpflanzen). In der App siehst du auf dem Lageplan, wo genau – auch ohne Netz im Garten.

Auf dem Lageplan zeigen

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