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Salbei (Echter Salbei)
Stimmungsbild, kein Foto aus dem Garten

Feld 2 · Heilpflanzen und Teekräuter

Salbei (Echter Salbei)

Salvia officinalis · Lippenblütler (Lamiaceae)

Echter Salbei ist eine der bekanntesten Heil- und Küchenpflanzen überhaupt. Der graufilzige Halbstrauch stammt aus dem Mittelmeerraum und liebt Sonne und trockenen Boden. Sein Name kommt vom lateinischen salvare, heilen.

AnfassenJa
ErntenJa
EssenMit Einschränkung

Erkennen

  • Blatt: Länglich, dick, graugrün und samtig behaart. Die Oberfläche ist stark genetzt, der Rand fein gekerbt. Auch im Winter bleiben viele Blätter erhalten.
  • Blüte: Hellblau bis violett, typisch zweilippig, in lockeren Quirlen an aufrechten Blütenständen. Sehr beliebt bei Hummeln.
  • Wuchs: Buschiger Halbstrauch, unten verholzt. Ohne Schnitt vergreist er und wird von innen kahl.
  • Duft: Kräftig würzig, warm und leicht kampferartig. Der Duft hängt schon beim Vorbeigehen in der Luft.

Verwechslung: Verwechslungen mit Wiesensalbei und Zierformen wie Purpursalbei sind möglich, aber unkritisch. Wichtiger: Ziersalbei-Arten wie Steppensalbei sind keine Küchenkräuter.

Steckbrief

Lebensform
Halbstrauch
Höhe
40 bis 70 cm
Blütezeit
Mai bis Juli
Familie
Lippenblütler (Lamiaceae)
Wichtig: Als Gewürz und für gelegentlichen Tee unbedenklich, aber nicht monatelang täglich trinken: die Blätter enthalten Thujon; in Schwangerschaft und Stillzeit besser nur sparsam und kein Salbeiöl.

Verwendung

In der Küche

  • Klassisch zu Kalb, Geflügel und Pasta, etwa Saltimbocca
  • In Butter ausgebratene Blätter
  • Sparsam dosieren, das Aroma ist sehr kräftig

Als Tee

  • Salbeitee aus frischen oder getrockneten Blättern
  • Auch als Gurgellösung bei Halskratzen gebräuchlich
  • Nicht dauerhaft über Wochen trinken

Heilkunde Traditionell verwendet

Traditionelle Anwendung: Traditionell bei Halsschmerzen, leichten Verdauungsbeschwerden und starkem Schwitzen genutzt.

Wissenschaftlich belegt: HMPC-Monographie als traditionelles Arzneimittel; Kommission E positiv für Mund- und Rachenentzündungen und übermäßiges Schwitzen.

Vorsicht: Thujonhaltig. Keine Daueranwendung, nicht in Schwangerschaft und Stillzeit als Heilmittel, nicht bei Kindern unter zwölf Jahren ohne ärztlichen Rat.

Teil, Sammelzeit und Zubereitungen

Die Angaben dienen der Information des Gartenteams. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Bei Beschwerden, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten bitte ärztlich abklären. Verwende nur Pflanzen, die du eindeutig bestimmt hast.

Für Insekten

Die Blüten sind eine gute Hummel- und Bienenweide.

Duft

Warm-würzig, kampferartig, sehr charakteristisch.

Pflege

Standort

  • Volle Sonne
  • Warm und luftig
  • Gern vor einer Mauer oder im Steingarten

Boden

  • Durchlässig, eher mager
  • Kalkhaltig bevorzugt
  • Schwere, nasse Böden mit Sand oder Splitt aufbessern

Wasser

  • Sehr trockenheitsverträglich
  • Nur bei langer Dürre gießen
  • Nasse Füße führen schnell zu Wurzelfäule

Düngung

  • Fast keine Düngung nötig
  • Etwas Kompost oder Kalk im Frühjahr genügt
  • Zu viel Stickstoff mindert das Aroma

Winter

  • In Mittelhessen meist gut winterhart
  • Empfindlich ist nasse Winterkälte, nicht die Kälte selbst
  • Reisig oder Nadelzweige helfen in rauen Lagen

Rückschnitt

  • Hauptschnitt im Frühjahr nach dem Austrieb, etwa März bis April
  • Leichter Formschnitt nach der Blüte
  • Ab September nicht mehr schneiden
  • Nur bis ins junge Holz zurückschneiden
  • Ins alte, blattlose Holz treibt Salbei oft nicht mehr aus
  • Vergreiste Pflanzen besser durch Stecklinge ersetzen

Im Jahreslauf

Austrieb
März und April
Blüte
Mai bis Juli
Ernte
Mai bis September
Rückschnitt
März, April und Juli
Gießen
Juli und August

Gut zu wissen

  • Alte Klostergärten führten Salbei als eine der wichtigsten Arzneipflanzen
  • Salbei war Arzneipflanze des Jahres 2003
  • Sorten wie Purpurascens oder Tricolor sind dekorativ, aber etwas frostempfindlicher

Im Garten in Wiesenfeld

Salbei (Echter Salbei) wächst im Kräutergarten an der Johanniterkirche (Feld 2 · Heilpflanzen und Teekräuter). In der App siehst du auf dem Lageplan, wo genau – auch ohne Netz im Garten.

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