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Schleierkraut
Stimmungsbild, kein Foto aus dem Garten

Feld 4 · Blumen für den Altar

Schleierkraut

Gypsophila paniculata · Nelkengewächse (Caryophyllaceae)

Reizt die Haut – mit Handschuhen anfassen

Das Schleierkraut bildet eine große Wolke aus unzähligen winzigen weißen Blüten. Im Strauß füllt es die Lücken und macht schwere Blüten leicht. Es ist die klassische Beigabe in fast jedem Kirchenstrauß.

AnfassenNur mit Handschuhen
ErntenJa
EssenMit Einschränkung

Erkennen

  • Blatt: Schmal lanzettlich, graugrün, gegenständig. Zur Blütezeit fällt das Laub kaum noch auf.
  • Blüte: Winzige fünfzählige Blüten, weiß bis blassrosa, zu Hunderten in verzweigten Rispen.
  • Wuchs: Halbkugelige, breit ausladende Staude. Bildet eine tiefe Pfahlwurzel.
  • Wurzel: Kräftige Pfahlwurzel, dadurch trockenheitsverträglich, aber schlecht zu verpflanzen.

Verwechslung: Ähnlich locker wirkt das Wiesen-Labkraut, dessen Blüten aber gelb bis cremefarben und die Blätter quirlständig sind.

Steckbrief

Lebensform
ausdauernde Staude
Höhe
80 bis 120 cm
Blütezeit
Juni bis August
Familie
Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Wichtig: Beliebt im Strauß, aber nicht zum Essen – besonders die Wurzel steckt voller Seifenstoffe, die Erbrechen und Durchfall machen; beim Schneiden können empfindliche Menschen vom Pflanzensaft gereizte Haut bekommen, und der Staub getrockneter Sträuße reizt Augen und Nase, deshalb Handschuhe tragen.

Verwendung

Heilkunde Nicht innerlich verwenden

Traditionelle Anwendung: Wurzelauszüge dienten als Seifenersatz, keine Heilanwendung.

Was die Forschung sagt: Keine anerkannte medizinische Anwendung.

Vorsicht: Saponinhaltig, nicht einnehmen. Von Haustieren fernhalten.

Die Angaben dienen der Information des Gartenteams. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Bei Beschwerden, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten bitte ärztlich abklären. Verwende nur Pflanzen, die du eindeutig bestimmt hast.

Für Insekten

Kleine Wildbienen, Schwebfliegen und Falter nutzen die vielen winzigen Blüten.

Duft

Schwacher, honigartiger Duft, den manche Menschen als aufdringlich empfinden.

Pflege

Standort

  • Volle Sonne
  • Warmer, offener Platz ohne Konkurrenz

Boden

  • Durchlässig, eher mager, kalkhaltig
  • Sandig-lehmig ideal, keine schweren nassen Böden

Wasser

  • Sehr sparsam gießen, verträgt Trockenheit gut
  • Staunässe führt schnell zum Absterben

Düngung

  • Kaum Dünger nötig
  • Etwas Kalk oder Gartenkalk alle paar Jahre tut ihm gut

Winter

  • Gut winterhart
  • Nasse Winterböden sind die größte Gefahr, für Drainage sorgen

Rückschnitt

  • Nach der Hauptblüte im Juli oder August zurückschneiden
  • Reste im Frühjahr entfernen
  • Nach der Blüte auf etwa ein Drittel kürzen
  • Alte Stängel im März bodennah abschneiden

Im Jahreslauf

Austrieb
April
Blüte
Juni bis August
Ernte
Juni bis August
Rückschnitt
März und August
Gießen
Juni und Juli

Gut zu wissen

  • Enthält Saponine, vor allem in der Wurzel, und gilt darum als schwach giftig.
  • Als Schnittblume: der wichtigste Füller in der Floristik, Vasenhaltbarkeit etwa 7 bis 10 Tage.
  • Als Schnittblume: lässt sich hervorragend trocknen, dazu kopfüber an einem schattigen, luftigen Ort aufhängen.

Im Garten in Wiesenfeld

Schleierkraut wächst im Kräutergarten an der Johanniterkirche (Feld 4 · Blumen für den Altar). In der App siehst du auf dem Lageplan, wo genau – auch ohne Netz im Garten.

Auf dem Lageplan zeigen

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