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Feld 3 · Alte Heilpflanzen
Scheinalant
Telekia speciosa · Korbblütler (Asteraceae)
Reizt die Haut – mit Handschuhen anfassen
Der Scheinalant, auch Große Telekie genannt, ist eine mächtige Staude mit großen gelben Sonnen. Er stammt aus Südosteuropa und dem Kaukasus und kam über Parks und Gärten zu uns. Im Beet setzt er einen kräftigen Blickpunkt.
Erkennen
- Blatt: Grundblätter bis 30 cm lang, herzförmig, gekerbt, rau. Sie bilden eine dichte, wirkungsvolle Rosette.
- Blüte: Gelbe Körbe mit dunklerer Mitte und langen, fein herabhängenden Randblüten, oft mehrere pro Stängel.
- Wuchs: Mächtig und raumgreifend, ein Meter Pflanzabstand ist das Minimum.
- Herkunft: Heimisch in Südosteuropa, der Türkei und dem Kaukasus, bei uns eingebürgerter Neophyt.
Verwechslung: Der Echte Alant hat ähnlich gelbe Körbe, aber schmalere, filzig behaarte Blätter. Sonnenblumenverwandte und Rudbeckien haben andere Blattformen. Der Name Scheinalant sagt schon: er sieht dem Alant nur ähnlich.
Steckbrief
- Lebensform
- Ausdauernde Staude
- Höhe
- 100 bis 180 cm
- Blütezeit
- Juni bis August
- Familie
- Korbblütler (Asteraceae)
Verwendung
Heilkunde Nicht innerlich verwenden
Traditionelle Anwendung: Keine gesicherte eigene Heiltradition; die Verwechslung mit dem Echten Alant ist verbreitet.
Was die Forschung sagt: Keine Monographie von Kommission E oder HMPC, keine belastbaren Daten.
Vorsicht: Nicht innerlich anwenden. Bei Hautkontakt mit dem Saft kann es zu Reizungen kommen.
Die Angaben dienen der Information des Gartenteams. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Bei Beschwerden, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten bitte ärztlich abklären. Verwende nur Pflanzen, die du eindeutig bestimmt hast.
Für Insekten
Die großen Körbe sind ein ergiebiges Ziel für Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge.
Duft
Blätter und Wurzel riechen aromatisch-harzig.
Pflege
Standort
- Sonnig bis halbschattig
- Gern am Gehölzrand oder Teichrand
- Braucht viel Platz
Boden
- Frisch bis feucht
- Lehmig, nährstoffreich
- Verträgt zeitweise nasse Stellen
Wasser
- Regelmäßig, verträgt keine lange Trockenheit
- Bei Hitze durchdringend wässern
Düngung
- Im Frühjahr Kompost
- Sonst genügsam
Winter
- Voll winterhart
- Zieht im Winter ein
- Kein Schutz nötig
Rückschnitt
- Verblühte Körbe zügig entfernen
- Ganze Pflanze im Spätherbst oder Frühjahr bodennah abschneiden
- Kompletter Rückschnitt wird problemlos vertragen
Im Jahreslauf
- Austrieb
- April
- Blüte
- Juni bis August
- Rückschnitt
- August und November
- Gießen
- Juni bis August
Gut zu wissen
- Nach dem ungarischen Grafen Teleki benannt
- Eine der größten Stauden im Beet, im Sommer eine echte Landmarke
- Die Samenstände sollten wegen der Einbürgerungstendenz nicht in die freie Landschaft gelangen
Im Garten in Wiesenfeld
Scheinalant wächst im Kräutergarten an der Johanniterkirche (Feld 3 · Alte Heilpflanzen). In der App siehst du auf dem Lageplan, wo genau – auch ohne Netz im Garten.
