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Feld 4 · Blumen für den Altar
Rittersporn
Delphinium elatum · Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Stark giftig – nicht ernten, nicht essen
Der Rittersporn ist die klassische blaue Säule im Bauerngarten. Seine hohen Blütenkerzen halten in der Vase erstaunlich lange. Wichtig zu wissen: Die ganze Pflanze ist giftig, besonders die Samen.
Erkennen
- Blatt: Handförmig in fünf bis sieben Abschnitte geteilt, die wiederum eingeschnitten sind. Dunkelgrün, am Grund am größten.
- Blüte: Dicht gestellte Einzelblüten an einer langen Traube, jede mit deutlichem Sporn. Meist mit hellem oder dunklem Auge in der Mitte.
- Wuchs: Sehr aufrecht und hoch, aber windanfällig. Ohne Stütze knicken die Kerzen bei Gewitter um.
- Frucht: Balgfrüchte mit vielen kleinen schwarzen Samen. Diese Samen sind der giftigste Teil der Pflanze.
Verwechslung: Verwandt und ebenfalls giftig ist der Eisenhut (Aconitum) – dessen Blüten haben statt eines Sporns einen Helm. Der einjährige Feld-Rittersporn (Consolida) bleibt niedriger und lockerer. Beide sind giftig, hier ist keine Verwechslung harmlos.
Steckbrief
- Lebensform
- Staude
- Höhe
- 100 bis 180 cm
- Blütezeit
- Juni bis Juli, oft Nachblüte im September
- Familie
- Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Verwendung
Heilkunde Nicht innerlich verwenden
Traditionelle Anwendung: Keine sinnvolle traditionelle Anwendung; historische Nennungen sind wegen der Giftigkeit überholt.
Was die Forschung sagt: Keine anerkannte Monographie. Die Alkaloide gelten als toxisch.
Vorsicht: Giftpflanze. Ausschließlich als Zier- und Schnittblume verwenden, Samen nicht liegen lassen.
Die Angaben dienen der Information des Gartenteams. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Bei Beschwerden, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten bitte ärztlich abklären. Verwende nur Pflanzen, die du eindeutig bestimmt hast.
Für Insekten
Hummeln kommen an die Blüten, ihre langen Rüssel erreichen den Nektar im Sporn.
Duft
Nahezu geruchlos.
Pflege
Standort
- Volle Sonne, aber windgeschützt
- Nicht zwischen konkurrenzstarke Nachbarn setzen
- Von Anfang an Stützen mitplanen
Boden
- Tiefgründig, nährstoffreich, humos
- Frisch, aber gut durchlässig
- Schwerer Lehm ist recht, Staunässe nicht
Wasser
- Regelmäßig und durchdringend gießen
- Nicht über die Blätter gießen, das begünstigt Mehltau
- In der Knospenzeit besonders gleichmäßig wässern
Düngung
- Starkzehrer: Kompost im Frühjahr und noch einmal nach dem Remontierschnitt
- Hornspäne im März sind hilfreich
Winter
- Winterhart
- Zieht komplett ein
- Nasse Winterböden sind die größere Gefahr als Frost
Rückschnitt
- Direkt nach der ersten Blüte, etwa Anfang Juli
- Restliches Laub im Spätwinter räumen
- Nach der Blüte eine Handbreit über dem Boden abschneiden
- Danach wässern und mit Kompost versorgen
Im Jahreslauf
- Austrieb
- März und April
- Blüte
- Juni, Juli und September
- Ernte
- Juni, Juli und September
- Rückschnitt
- Februar und Juli
- Gießen
- Mai bis August
Gut zu wissen
- Giftpflanze des Jahres 2015.
- Die Blüten trocknen ausgezeichnet und behalten ihre Farbe – schön für Kränze.
- Als Schnittblume: Kerzen schneiden, wenn etwa die Hälfte der Blüten offen ist. Hält in der Vase acht bis zehn Tage, damit einer der haltbarsten Sommerblüher.
Im Garten in Wiesenfeld
Rittersporn wächst im Kräutergarten an der Johanniterkirche (Feld 4 · Blumen für den Altar). In der App siehst du auf dem Lageplan, wo genau – auch ohne Netz im Garten.
