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Feld 4 · Blumen für den Altar
Jakobsleiter
Polemonium caeruleum · Sperrkrautgewächse (Polemoniaceae)
Die Jakobsleiter trägt ihren Namen wegen der Blätter: Die Fiederblättchen sitzen wie Sprossen an einer Leiter. Im Juni öffnen sich blauviolette Glockenblüten in lockeren Rispen. Eine alte Bauerngartenstaude, unkompliziert und standfest.
Erkennen
- Blatt: Unpaarig gefiedert, frischgrün, mit vielen schmalen Blättchen. Die regelmäßige Anordnung gibt der Pflanze ihren Namen.
- Blüte: Fünfzählig, schalen- bis glockenförmig, meist blauviolett. Die orangegelben Staubbeutel setzen einen warmen Kontrast.
- Wuchs: Horstig, aufrecht, mit kräftigen Stängeln. Die Pflanze bleibt kompakt und braucht in der Regel keine Stütze.
- Samenstand: Nach der Blüte bilden sich kleine Kapseln. Sie streuen reichlich aus, wenn man sie stehen lässt.
Verwechslung: Die Blattform ist so eigen, dass Verwechslungen kaum vorkommen. Vor der Blüte erinnert das Laub entfernt an junge Vogelbeere oder an Baldrian. Es gibt auch weiß blühende Sorten der Jakobsleiter.
Steckbrief
- Lebensform
- Staude
- Höhe
- 50 bis 80 cm
- Blütezeit
- Juni bis Juli
- Familie
- Sperrkrautgewächse (Polemoniaceae)
Verwendung
Heilkunde Nicht innerlich verwenden
Traditionelle Anwendung: Historisch als Hustenmittel genannt, heute ohne Bedeutung.
Was die Forschung sagt: Keine anerkannte Monographie, keine belastbare Datenlage.
Vorsicht: Im Garten ausschließlich als Zierpflanze verwenden.
Die Angaben dienen der Information des Gartenteams. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Bei Beschwerden, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten bitte ärztlich abklären. Verwende nur Pflanzen, die du eindeutig bestimmt hast.
Für Insekten
Die Blüten liefern Nektar und Pollen. Hummeln und Honigbienen fliegen sie im Juni gerne an.
Duft
Blüten und Laub duften kaum. Frisch angefasst riecht das Kraut leicht herb.
Pflege
Standort
- Sonne bis Halbschatten
- Verträgt im Halbschatten die Sommerhitze besser
- Guter Platz an der Beetkante oder vor Gehölzen
Boden
- Frischer, nährstoffreicher Gartenboden
- Humos und durchlässig
- Keine dauerhaft trockenen Stellen
Wasser
- Gleichmäßig feucht halten
- In Trockenperioden durchdringend gießen
- Staunässe vermeiden
Düngung
- Im Frühjahr eine Gabe Kompost genügt
- Kein Volldünger nötig
Winter
- Vollkommen winterhart
- Zieht im Winter ganz ein
- Kein Schutz erforderlich
Rückschnitt
- Direkt nach der Blüte die verblühten Stängel abschneiden
- Im späten Winter oder Frühjahr das alte Laub räumen
- Nach der Blüte darf handbreit über dem Boden zurückgeschnitten werden
- Die Pflanze treibt dann frisches Laub nach
Im Jahreslauf
- Austrieb
- März und April
- Blüte
- Juni und Juli
- Ernte
- Juni und Juli
- Rückschnitt
- März und Juli
- Gießen
- Mai bis August
Gut zu wissen
- Der Name geht auf die Leiter zurück, die Jakob im Traum sah – ein passender Name für ein Kirchenbeet.
- Als Schnittblume: Stiele früh am Morgen schneiden, wenn die untersten Blüten der Rispe offen sind. In der Vase hält sie etwa fünf bis sieben Tage. Wasser alle zwei Tage wechseln.
Im Garten in Wiesenfeld
Jakobsleiter wächst im Kräutergarten an der Johanniterkirche (Feld 4 · Blumen für den Altar). In der App siehst du auf dem Lageplan, wo genau – auch ohne Netz im Garten.
