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Graues Heiligenkraut
Stimmungsbild, kein Foto aus dem Garten

Feld 1 · Küchenkräuter und Heilpflanzen

Graues Heiligenkraut

Santolina chamaecyparissus L. · Korbblütler (Asteraceae)

Immergrüner, dicht verzweigter Halbstrauch mit silbrig-grauen, fein gefiederten Blättern und leuchtend gelben Blütenköpfchen. Er duftet aromatisch würzig und ist eine wertvolle Duft-, Würz- und Zierpflanze für sonnige, trockene Standorte.

AnfassenJa
ErntenJa
EssenMit Einschränkung

Erkennen

  • Blatt: Fein gefiederte, silbrig-graue Blätter.
  • Blüte: Kugelige, leuchtend gelbe Blütenköpfchen auf langen Stielen.
  • Wuchs: Dicht verzweigter, halbkugeliger Halbstrauch.
  • Duft: Aromatischer, würzig-herber Duft beim Zerreiben.

Verwechslung: Kann mit Lavendel oder Currykraut verwechselt werden. Die kugelförmigen gelben Blüten und die stark eingeschnittenen Blätter unterscheiden das Graue Heiligenkraut von beiden Arten.

Steckbrief

Lebensform
Immergrüner Halbstrauch
Blütezeit
Juni – August
Familie
Korbblütler (Asteraceae)
Wichtig: Eine Duft- und Zierpflanze, kein Küchenkraut – anfassen und daran riechen ist harmlos, essen sollte man sie nicht, weil das stark campherhaltige Öl in größeren Mengen den Magen reizt und schlecht verträglich ist.

Verwendung

Heilkunde Nur eingeschränkt

Traditionelle Anwendung: Historisch in der Volksheilkunde genutzt.

Was die Forschung sagt: Keine allgemein anerkannte medizinische Anwendung.

Vorsicht: Im Kräutergarten eine Duft- und Zierpflanze. Getrocknete Zweige galten früher als Mottenschutz im Kleiderschrank. Nicht als Tee ansetzen.

Teil, Sammelzeit und Zubereitungen

Die Angaben dienen der Information des Gartenteams. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Bei Beschwerden, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten bitte ärztlich abklären. Verwende nur Pflanzen, die du eindeutig bestimmt hast.

Für Insekten

Die Blüten werden von Bienen, Wildbienen und Schwebfliegen besucht.

Duft

Blätter enthalten ätherische Öle mit intensiv würzigem Duft. Traditionell auch zur Raumbeduftung und als Mottenkraut verwendet.

Pflege

Standort

  • Vollsonnig.
  • Warm und luftig.

Boden

  • Durchlässig
  • Sandig bis steinig
  • Nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich
  • Kalkhaltig bis neutral
  • Staunässe vermeiden

Wasser

  • Gering.
  • Nach dem Anwachsen nur bei längerer Trockenheit gießen.

Düngung

  • Meist nicht erforderlich.
  • Bei Bedarf im Frühjahr sparsam mit Kompost düngen.

Winter

  • Bedingt winterhart.
  • In rauen Lagen oder auf nassen Böden ist ein leichter Winterschutz sinnvoll.

Rückschnitt

  • Im Frühjahr vor dem Austrieb.
  • Leichter Formschnitt nach der Blüte.
  • Triebe um etwa ein Drittel bis zur Hälfte einkürzen.
  • Nicht in das alte, unbelaubte Holz schneiden.

Im Jahreslauf

Austrieb
März und April
Blüte
Juni bis August
Rückschnitt
März, April und September
Gießen
April bis September

Gut zu wissen

  • Die silbrig behaarten Blätter verringern die Verdunstung und sind eine Anpassung an trockene Standorte.
  • Die gelben Blüten behalten auch getrocknet lange ihre Form.

Im Garten in Wiesenfeld

Graues Heiligenkraut wächst im Kräutergarten an der Johanniterkirche (Feld 1 · Küchenkräuter und Heilpflanzen). In der App siehst du auf dem Lageplan, wo genau – auch ohne Netz im Garten.

Auf dem Lageplan zeigen

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