Beeteinfassung – rahmt alle vier Felder
Buchsbaum
Buxus sempervirens L. · Buchsbaumgewächse (Buxaceae)
Giftig – nicht ernten, nicht essen
Der Buchsbaum rahmt als niedrige, immergrüne Hecke alle vier Beete ein und gibt dem Garten seine klare Form. Er wächst langsam und ist sehr schnittverträglich. Alle Pflanzenteile sind giftig, und der Buchsbaumzünsler kann eine Hecke in kurzer Zeit kahl fressen.
Erkennen
- Blatt: Klein (1,5 bis 3 cm), oval, ledrig, gegenständig, oberseits dunkelgrün glänzend. Bleibt den Winter über grün.
- Blüte: Unscheinbar, grüngelb, in kleinen Knäueln in den Blattachseln, März bis April. Duftet süßlich und wird von Bienen beflogen.
- Wuchs: Sehr dicht und langsam, hervorragend schnittverträglich – der klassische Einfassungs- und Formschnittstrauch.
- Zünsler-Befall: Grüne Raupen mit schwarzem Kopf, weiße Gespinste zwischen den Blättern und kahl gefressene Zweige sind das sichere Zeichen für den Buchsbaumzünsler.
Verwechslung: Als Ersatz wird oft die Japanische Stechpalme (Ilex crenata) gepflanzt – sie sieht ähnlich aus, hat aber wechselständige Blätter. Der echte Buchs hat streng gegenständige Blätter.
Steckbrief
- Lebensform
- Immergrüner Strauch
- Höhe
- als Hecke 20 bis 50 cm
- Blütezeit
- März bis April
- Familie
- Buchsbaumgewächse (Buxaceae)
Verwendung
Heilkunde Nicht innerlich verwenden
Traditionelle Anwendung: Historische volksmedizinische Nutzung, wegen Giftigkeit überholt.
Was die Forschung sagt: Keine anerkannte Anwendung; alle Teile giftig.
Vorsicht: Giftig. Nicht innerlich anwenden. Bei der Pflege Handschuhe tragen.
Die Angaben dienen der Information des Gartenteams. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Bei Beschwerden, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten bitte ärztlich abklären. Verwende nur Pflanzen, die du eindeutig bestimmt hast.
Für Insekten
Die Frühjahrsblüten liefern Bienen früh Nektar. Der Buchsbaumzünsler dagegen ist ein eingeschleppter Schädling ohne Nutzen.
Duft
Das Laub riecht beim Schneiden streng, die Blüten süßlich.
Pflege
Standort
- Sonnig bis schattig
- Verträgt fast jeden Platz
- Luftig, damit das Laub abtrocknet – beugt Triebsterben vor
Boden
- Durchlässig, humos, gern kalkhaltig
- Keine Staunässe
Wasser
- Gleichmäßig feucht halten, besonders frisch gepflanzte Hecken
- Trockenstress schwächt die Pflanze
Düngung
- Im Frühjahr etwas Kompost oder Hornspäne
- Kräftige Pflanzen stecken Befall besser weg
Winter
- Immergrün und winterhart
- Bei kahlem Frost gelegentlich wässern
Rückschnitt
- Formschnitt an einem bedeckten Tag, Mai/Juni und noch einmal im August
- Nicht in praller Sonne schneiden
- Verträgt starken Rückschnitt und treibt aus dem alten Holz wieder aus
- Beim Schnitt nach Raupen und Gespinsten schauen
Im Jahreslauf
- Austrieb
- April und Mai
- Blüte
- März und April
- Rückschnitt
- Mai, Juni und August
- Gießen
- Juni bis August
Gut zu wissen
- Der Buchs ist das Gerüst des Gartens – er rahmt alle vier Beete zu einem klaren Kreuz.
- Der Buchsbaumzünsler, ein eingeschleppter Falter, kann eine Hecke binnen Tagen kahl fressen. Befall bitte früh in der App melden, damit gemeinsam gehandelt werden kann.
- Neben dem Zünsler droht das Buchsbaum-Triebsterben (ein Pilz) – braune Blätter und schwarze Streifen an den Trieben.
Im Garten in Wiesenfeld
Buchsbaum wächst im Kräutergarten an der Johanniterkirche (Beeteinfassung – rahmt alle vier Felder). In der App siehst du auf dem Lageplan, wo genau – auch ohne Netz im Garten.
