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Feld 4 · Blumen für den Altar
Blutweiderich
Lythrum salicaria · Weiderichgewächse (Lythraceae)
Der Blutweiderich stellt schlanke purpurrosa Kerzen in den Sommer. Er ist bei uns heimisch und wächst von Natur aus an Bach- und Teichrändern. Im Beet braucht er einen Platz, der nicht austrocknet.
Erkennen
- Blatt: Schmal und lang wie Weidenblätter, sitzend, meist gegenständig oder zu dritt im Quirl.
- Blüte: Viele kleine sechszählige Einzelblüten sitzen dicht an einer langen Ähre. Sie öffnen sich von unten nach oben.
- Wuchs: Straff aufrecht, standfest, mit vierkantigem Stängel. Aus einem Horst kommen viele Triebe.
- Wurzel: Kräftiger Wurzelstock, der mit den Jahren dicker wird. Die Pflanze bleibt jahrzehntelang am Platz.
Verwechslung: Zu unterscheiden vom Gilbweiderich (Lysimachia), der gelb blüht, und vom Weidenröschen (Epilobium), dessen Blüten lockerer stehen und dessen Samen weiße Flughaare tragen.
Steckbrief
- Lebensform
- Staude
- Höhe
- 80 bis 150 cm
- Blütezeit
- Juni bis September
- Familie
- Weiderichgewächse (Lythraceae)
Verwendung
Heilkunde Nicht innerlich verwenden
Traditionelle Anwendung: Gerbstoffreiches Kraut, in der Volksmedizin bei Durchfall genannt.
Was die Forschung sagt: Keine Monographie von HMPC, ESCOP oder Kommission E. Wirksamkeit nicht belegt.
Vorsicht: Im Gemeindegarten ausschließlich als Zier- und Insektenpflanze führen.
Die Angaben dienen der Information des Gartenteams. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung und sind keine Anleitung zur Selbstbehandlung. Bei Beschwerden, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern und bei regelmäßiger Einnahme von Medikamenten bitte ärztlich abklären. Verwende nur Pflanzen, die du eindeutig bestimmt hast.
Für Insekten
Ein Spitzenreiter für Insekten. Die nektarreichen Blüten ziehen von Juli bis September zahlreiche Wildbienen, Honigbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge an.
Duft
Kein nennenswerter Duft.
Pflege
Standort
- Sonne bis lichter Halbschatten
- In der Sonne blüht er am reichsten
- Ideal an einer feuchten Beetecke oder am Wasser
Boden
- Nährstoffreich, humos bis lehmig
- Frisch bis nass
- Verträgt zeitweilige Überstauung
Wasser
- Der wichtigste Punkt: nie austrocknen lassen
- In Trockenphasen kräftig wässern
- Mulchen hält die Feuchtigkeit
Düngung
- Kompost im Frühjahr reicht aus
- Auf mageren Böden fällt er kleiner aus
Winter
- Vollkommen winterhart, heimische Art
- Zieht im Winter ein
- Kein Schutz nötig
Rückschnitt
- Verblühte Ähren im Spätsommer ausschneiden
- Kompletter Rückschnitt im Spätwinter, vor dem Austrieb
- Im Februar oder März alles bodennah abschneiden
- Zu große Horste im Frühjahr teilen
Im Jahreslauf
- Austrieb
- April
- Blüte
- Juni bis September
- Ernte
- Juli bis September
- Rückschnitt
- Februar, März und September
- Gießen
- Mai bis September
Gut zu wissen
- Staude des Jahres 2024 – gewürdigt vor allem wegen ihres Werts für Insekten.
- Als Schnittblume: Ähren schneiden, wenn etwa ein Drittel der Blüten offen ist. Blätter unterhalb der Wasserlinie entfernen. In der Vase hält er rund eine Woche.
Im Garten in Wiesenfeld
Blutweiderich wächst im Kräutergarten an der Johanniterkirche (Feld 4 · Blumen für den Altar). In der App siehst du auf dem Lageplan, wo genau – auch ohne Netz im Garten.
